We breed the spots you are looking for!

1980 erblickte ich das Licht der Welt, im grünen Herzen von Deutschland. Erste "ernste" Kontakte zu Pferden hatte ich mit meinem 12. Lebensjahr. Nach ein paar anfänglichen Reitstunden musste ich das ganze leider an den Nagel hängen, da meine Ma meinte, dieses Hobby sei zu gefährlich. Widerwilligt folgte ich dem. Mit 18 verließ ich dann das Elternhaus aufgrund meiner Ausbildung in der Nähe von Hamburg. Und da man ja allein recht viel Langeweile hat, dachte ich mir, man könnte das Ganze doch noch mal in Angriff nehmen - nun war ich ja auch schon volljährig *lach*.

Gesagt, getan. Nur drei Kilometer von mir entfernt fand ich einen wunderschönen Stall mit ca. 60 Pferden. Als ich nach Reitunterricht fragte und als Antwort "Englisch, Spanisch oder Western?" bekam, schluckte ich doch erst einmal. Bisher kannte ich nur das "normale" Freizeitreiten. Nun gut, wieso nicht mal was anderes ausprobieren. Ich entschied mich dann für das Westernreiten. Und ich kann euch sagen, die Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut!

Ich nahm Unterricht auf Quarter Horses, hatte eine Reitbeteiligung an einem Hafi-Norweger-Araber-Mix und erfreute mich mehr und mehr der Westernreitweise. Auch an einem Hofturnier habe ich damals mit der Quarterstute eines Freundes teilgenommen - und belegte überraschenderweise auch Platz 2 von 8 in der Pleasure. In diesem Stall hatte ich auch meinen ersten Kontakt zu den Appaloosas - und, was soll ich euch sagen: Ich war nicht begeistert von dieser Rasse! Die Pferde, die ich damals zu Gesicht bekommen hatte, gefielen mir farblich wie auch vom Gebäude her überhaupt nicht. 

Als ich nach Ende der Ausbildung wieder in Thüringen angelangt bin, kaufte ich mir mein erstes Pferd. Viele werden sicherlich denken, ein Appaloosa, aber weit gefehlt. Es war ein Knabstrupper-Hengstfohlen (Schabracktiger mit großem Blanket und Spots!). Naja, während des Wachstums stellte sich dann doch mein etwas "blauäugiger" Kauf als Reinfall heraus, was die Eigenschaften des Pferdes in Punkto Westernreiten anbelangte. Ich musste also das Beste daraus machen. Mittlerweile nach Mecklenburg-Vorpommern umgezogen und auf der Suche nach einem neuen Trainer, stieß ich auf Pia Würzburger. Was für ein Zufall! Pia und ihr Mann Michael züchten schon seit längerer Zeit Appaloosas und besitzen selbst mittlerweile 3 Deckhengste. Ich nahm bei Pia Unterricht und hatte im Laufe der Zeit immer mehr Gefallen an den "spotted horses". Da mein Knabstrupper - mittlerweile Wallach - wie schon erwähnt dann doch keine Verwendung als Westernpferd finden würde, kaufte ich mir zu "Noáh" und "Bini & Balou" (zwei süße Shettis, meine Beistellpferde) eine Appaloosa-Stute. "Smart Special Enjoy" - nach langem Suchen - sollte es sein. 2 1/2 jährig, Dun with Blanket. Dann stellte sich jedoch heraus, dass bei meinem Wallach die Hormone noch eine große Rolle spielten. Eine Entscheidung musste gefällt werden. Ich entschied mich für die Appaloosas. "Noáh Norkroins Harlequin" wurde nach Österreich verkauft - an eine sehr nette, kompetente, junge Frau.

Da ich mir so dachte, ein Pferd ist kein Pferd, beschloss ich mir noch eine weitere Stute zu kaufen. Jung sollte sie wieder sein, und diesmal ganz bunt! Ich suchte wieder längere Zeit und kam zu der Züchterin zurück, wo ich "Enjoy" auch gekauft hatte. Diesmal sollte es "Fancy Bright Pants" sein, eine Chestnut-Stute mit Blanket und Spots. "Fancy" gefiel mir damals  schon, als ich "Enjoy" gekauft habe, aber da sie erst ein Jahr alt war, kam sie nicht in Frage.

Da stand ich nun, mit zwei Appaloosa-Stuten. Da ich ja immer noch des öfteren bei Pia und Michael vorbeischaute und auch in den Genuss kam, süße Fohlen zu betrachten, entschloss ich mich, es doch auch einmal zu probieren. Nachdem wir dann einen geeigneten Hengst ausgewählt hatten, ging es auch schon los. 11 Monate später (es waren die längsten in meinem Leben), sollte es so weit sein! Aber weit gefehlt, die kleine Dame erblickte fast 4 Wochen zu früh die Welt, zur Überraschung aller. Eine Stute, red roan mit ganz ganz vielen Spots und einer kleinen Blesse - was kann einem besseres passieren? Als ich die Stalltür öffnete, und sie mir entgegenkam, da konnte ich mich nicht zurückhalten - und die Tränen kullerten. Ein Gefühl, dachte ich, was ich noch des öfteren erleben könnte! Es war wunderschön!

So habe ich mich entschlossen, nicht nur dem Reiten sondern auch dem Züchten nachzugehen. Mittlerweile habe ich 2007 von dem Mann den ich liebe und den ich niemals missen möchte eine weitere Stute geschenkt bekommen: "W Princess Cherry", aus der Zucht von Pia und Michael Würzburger. "Cherry" ist eine direkte Enkelin von Prince Plaudit und wir werden schauen, was sie uns noch für Babys bescheren wird! Ich danke dir dafür, Christian! Du hast mir einen Teil meines Traumes erfüllt!

Weitere Informationen findet ihr auf den folgenden Seiten. Viel Spaß wünscht Euch

Yvonne

(Juli 2007)